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heldin Moderator

Anmeldedatum: 28.07.2007 Beiträge: 1415
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Verfasst am: 06.11.2008, 21:03 Titel: Bundesweiter Schulstreik am 12.11. |
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Ich glaube, die Überschrift sagt alles.
Seit ihr dabei, wenn es nächsten Mittwoch darum geht, bundesweit einen Schulstreik zu starten? Ist das ganze bei euch an der Schule überhaupt vertreten oder wird es unterstützt? Gibt es bei euch am Schulstandort Demos? Und überhaupt: was haltet ihr von solch einem Schulstreik? Meint ihr, es könnte etwas bewegen?
Weitere Informationen:
http://www.schulaction.org/ |
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Wollsoeckchen Moderator

Anmeldedatum: 12.06.2007 Beiträge: 2094 Wohnort: nördliches Kaff
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Verfasst am: 06.11.2008, 21:15 Titel: |
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Davon hatte ich bis jetzt noch nicht gehört.
Wenn meine Schule dabei wäre, wüsste ich davon, denke ich, denn dann würde ich es höchstwahrscheinlich mitorganisieren. |
_________________ ich will mich am Leben berauschen.
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Miss_Pink007 Großmaul

Anmeldedatum: 11.02.2008 Beiträge: 1037 Wohnort: vorarlberg
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Verfasst am: 06.11.2008, 22:23 Titel: |
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| äh und warum streikt ihr genau? ich habe das irgendwie auf dieser seite nicht gesehen.. ^^ |
_________________ • gehen wir zu mir oder dir ? - du zu dir , ich zu mir ;D
• wenn dich kümmert was andere denken , verschwendest du energie - bode miller (:
• lauf nie einem mann hinterher ! es sei denn er hat deine handtasche (:
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Wollsoeckchen Moderator

Anmeldedatum: 12.06.2007 Beiträge: 2094 Wohnort: nördliches Kaff
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Verfasst am: 06.11.2008, 23:06 Titel: |
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| Ja, ist mir auch nicht so ganz klar. Ich meine, es gibt ja genug Dinge, gegen die man protestieren kann, aber das sollte schon ersichtlich sein... |
_________________ ich will mich am Leben berauschen.
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Tom Jugendschutz- beauftragter

Anmeldedatum: 17.02.2007 Beiträge: 938 Wohnort: Meerbusch
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Verfasst am: 07.11.2008, 10:15 Titel: |
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Sodele, ich hab auch lange suchen müssen...^^
Aber schaut Euch mal den Flyer an: http://www.schulaction.org/files/pictures/paderborn1.png
Da steht drauf (zur besseren Übersicht, bzw. zum Kommentieren numeriere ich die Punkte mal durch):
"Wir fordern:
1. Kleine Klassen von max. 20
2. deutlich mehr LehrerInnen
3. Nein zum Superstress
4. Nein zu Turbo-Abi und Vergleichsarbeiten
5. Eine Schule für alle - weg mit dem dreigliedrigen Schulsystem
6. kostenfreie Bildung für alle
7. Schluss mit Bildungsabbau"
Hmmm... ich kann da nicht so ganz alles nachvollziehen...!
zu 1:
hängt ja zum Großteil auch mit 2. zusammen. Dazu kommen die Räumlichkeiten, die vorhanden sein müssen, etc.
Wer soll das bezahlen, es ist doch eh schon keine Kohle in der (Staats-)Kasse? Klar wäre das toll, wenn das ginge - aber ohne Moss ist nunmal nix los. Wir investieren ja lieber 100 mio. € Aufbauhilfe in den nahen Osten, als in unser eigenes Land. Man kann es doch nicht allen recht machen...^^
zu 2:
siehe 1
zu 3:
Wo bitte ist denn Superstress in der Schulzeit??? Ich lach mich kaputt - was glauben die eigentlich, was sie nach der Schule erwartet?
zu 4:
Kann mir bitte jemand erklären, was Vergleichsarbeiten sind? Sind das Prüfungen, die den Wissensstand gleicher Jahrgangsstufen verschiedener Schulen miteinander vergleichen?
zu 5:
Ich bin absolut dagegen! Das dreigliedrige System ist gut, so wie es ist. Wie soll das denn funktionieren, alle zusammen? Wie soll denn da leistungsorientiert gelernt und gearbeitet werden?
zu 6:
Schön wäre es, wenn heutzutage so vieles kostenlos wäre. Aber was kostet denn die Schule? Zu meiner Zeit war das kostenlos, muss man da heute Geld für bezahlen???
Oder reden die von Studiengebühren (die mMn weder ungerechtfertigt, noch zu hoch sind. Die lassen sich mit einem kleinen Nebenjob gut bezahlen!)?
zu 7:
Schluss mit Kohleabbau!
Bitte wo wird Bildung abgebaut?
Gut - wenn ich mir so manche Jugendliche Clique heutzutage ansehe, dann frage ich mich schon, ob da jemals Hirn vorhanden sein wird. Aber das hat wenig mit Bildungsabbau zu tun und ist auch nur Einzelfallbezogen.
Fazit:
Schulstreik - ich bin dagegen! |
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black-dream Checker


Anmeldedatum: 02.12.2007 Beiträge: 707 Wohnort: Schwäbisch Hall (BW)
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Wollsoeckchen Moderator


Anmeldedatum: 12.06.2007 Beiträge: 2094 Wohnort: nördliches Kaff
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Verfasst am: 07.11.2008, 21:37 Titel: |
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| Zitat: | zu 3:
Wo bitte ist denn Superstress in der Schulzeit??? Ich lach mich kaputt - was glauben die eigentlich, was sie nach der Schule erwartet? | Die Schule ist nicht das wirkliche Leben. Wenn solche Maßstäbe angesetzt werden, müssten erstmal die Lehrpläne entrümpelt werden. Zur Schule gehen Kinder. Kinder haben andere Bedürfnisse als Erwachsene und im Übrigen möchte ich persönlich eine Jugend haben, die sich nicht nur um die Schule dreht(, was nicht heißt, dass sie gar keine Rolle spielen soll...)
Rechnerisch gesehen haben Fünftklässler ein Mindestpensum von 33 Schulstunden zu bewältigen. Dazu kommen noch Hausaufgaben und lernen. Das ist zu viel, vor allem, wenn man noch täglich 2-3 Stunden im Bus sitzt und Angst vor Arbeitslosigkeit haben muss, was schon in der Unterstufe als Argument für unverhältnismäßig viel lernen angeführt wird.
| Zitat: | zu 4:
Kann mir bitte jemand erklären, was Vergleichsarbeiten sind? Sind das Prüfungen, die den Wissensstand gleicher Jahrgangsstufen verschiedener Schulen miteinander vergleichen? | So in etwa. Wir wurden damals mit Schülern aus Nordrhein-Westphalen verglichen. Darum wurde ziemlich viel Wind und Aufregung gemacht, die Ergebniss habe ich nie erfahren.
| Zitat: | zu 5:
Ich bin absolut dagegen! Das dreigliedrige System ist gut, so wie es ist. Wie soll das denn funktionieren, alle zusammen? Wie soll denn da leistungsorientiert gelernt und gearbeitet werden? | Also findest du es gut, wenn sich die gesamte bildungsferne Unterschicht schön von den guten Gymnasiasten getrennt in der Hauptschule trifft und ihre Leben versaut? Du findest es auch gut, wenn 10-Jährige Kinder bereits Beurteilungen unterworfen werden, die teilweise über den weiteren Bildungs- und Lebensweg entscheiden? Ernsthafte Frage: Wie stehst du zu einer Klassengesellschaft mit Ober- und Unterschicht?
| Zitat: | zu 6:
Schön wäre es, wenn heutzutage so vieles kostenlos wäre. Aber was kostet denn die Schule? Zu meiner Zeit war das kostenlos, muss man da heute Geld für bezahlen??? | Ja. Meine Eltern haben dieses Schuljahr insgesamt schon mehr als 400 Euro in Bücher, Klassenfahrten etc. investieren müssen - und es wird noch einiges folgen. Die Lernmittelfreiheit ist eigentlich ein Grundsatz in der BRD...
| Zitat: | | Oder reden die von Studiengebühren (die mMn weder ungerechtfertigt, noch zu hoch sind. Die lassen sich mit einem kleinen Nebenjob gut bezahlen!)? | 500 Euro, na ja. Studieren und arbeiten kann schon eine Doppelbelastung sein. Es findet auch nicht jeder einen Job. Und, wer nicht mehr zu Hause wohnen will/kann (aufgrund d. Studienortes z.B.), muss sich ja ein komplettes Leben mit Wohnung oder zumindest Zimmer, Versicherungen, Telefonkosten etc. auch noch finanzieren. Da machen es fast 100 Euro im Monat zusätzlich nicht unbedingt einfacher... trotz Bafög. Außerdem ist das meiner Meinung nach eine Grundsatzfrage. Wenn es erstmal Studiengebühren gibt, werden die auch irgendwann angehoben...
Was man noch hinzufügen könnte, ist "Schluss mit Zentralabi". Ich erläutere das nur, wenn mir jemand widerspricht. Ich bin tippfaul.^^ |
_________________ ich will mich am Leben berauschen.
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heldin Moderator


Anmeldedatum: 28.07.2007 Beiträge: 1415
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Verfasst am: 07.11.2008, 21:45 Titel: |
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Mh. Die wirklichen Gründe, weswegen gestreikt wird, sind von Bundesland zu Bundesland und sogar von Schule zu Schule verschieden.
Hier in Hessen werden zur Demonstration vorwiegend folgende Themen angesprochen:
1) Studiengebühren
2) Turboabi (G
3) Frontalunterricht
4) Zentralabitur
5) Mitgestaltung des Lernstoffs in SekII
6) Zwei-Säulen-System
Zu den Studiengebühren kann ich nur sagen, dass ich sie nicht allgemein als schlecht verurteile. Momentan sind in Hessen die Studiengebühren sowieso eingestellt und das Land Hessen übernimmt diese. Meiner Meinung nach wäre es in Ordnung, wenn man sie wieder einführen würde - es ist nur die Frage, wie hoch diese eben ausfällt oder nicht.
Das Turboabitur ist meiner Meinung nach nicht so das Wahre. Ich selber gehöre glücklicherweise noch zu den G9ern und kann mich darüber wirklich nicht beschweren. Wenn ich sehe, wie wenig Freizeit ihnen noch bleibt und in welchem Tempo den G8ern der Stoff beigebracht werden muss, ist das nur erschreckend. Diese Form trägt auch den Frontalunterricht mit sich. Die Lehrer stehen vor der Klasse und probieren einfach den Stoff durchzubekommen, ohne wirklich Rücksicht auf die Klasse zu nehmen. Das kann irgendwann zu verherrenden Bildungslücken führen und in gewissen Fächern (z.B. Mathematik) kann das einfach nicht gut gehen.
Ein weiteres großes Thema ist das Zentralabitur, das in diesem Jahr zum 2. Mal geschrieben wurde. Damit hängt gleichzeitig die Mitbestimmung der Unterrichtsstoffe in SekII zusammen. Solange das Zentralabitur geschrieben wird, sind den Schülern weniger Möglichkeiten gegeben, selbst mitzubestimmen.
Klar, das Zentralabitur bringt sowohl Vorteile als auch Nachteile mit sich. Ein Vorteil ist einfach, dass spätere Universitäten oder Ausbilder die Möglichkeit haben, jemanden hessenweit zu vergleichen. Dann kann man sich in gewisser Weise auch sicher sein, dass der NC wirklich gerechtfertigt ist. Früher gab es Schulen, von denen gesagt wurde, dass man sein Abitur dort so oder so bekommt und diese Möglichkeit haben die wahrgenommen, die wussten, dass es auf ihrer vorherigen Schule einfach nichts werden würde. Gleichzeitig müssen die Lehrer beim Zentralabitur wirklich streng am Lehrplan bleiben, damit jeder Schüler hinterher die Chance hat, dieses auch gut hinter sich zu bringen. Früher konnten die Lehrer die Abituraufgaben den Kursen individuell anpassen - heute erstellen Minister diese. Die Rollenverteilung stimmt nicht ganz, aber nunja.
Das Zwei-Säulen-System ist die klare Trennung zwischen Haupt- und Realschule und Gymnasium. Hierbei liegt der Schwerpunkt auf die Bevorzugung von Abituriente gegenüber Haupt- oder Realschülern wenn es um Ausbildungsplätze geht, was so nicht toleriert werden soll. Jeder soll die gleiche Chance auf einen Ausbildungsplatz haben - sozusagen ohne Berücksichtigung auf den Schulabschluss.
Das ist für mich allerdings völlig schwachsinnig. Als Abiturierent hat man den höchsten Reifegrad erlangt - wieso sollte man da kein Recht auf eine Ausbildungsstelle haben? Man hat mehr getan und ist höher qualifiziert. Sonst könnte man gleich nur einen Abschluss einführen, wenn sowieso alles egal ist. |
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deedax Chiller

Anmeldedatum: 26.09.2007 Beiträge: 2997 Wohnort: NRW
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Wollsoeckchen Moderator


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Verfasst am: 09.11.2008, 23:04 Titel: |
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| Ich vermute allerdings auch, dass viele sich nur deswegen daran beteiligen... |
_________________ ich will mich am Leben berauschen.
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